Gesundheit
Fettsucht - Wenn Essen zur Sucht wird

Ein Massenphänomen: Immer mehr Jugendliche und Erwachsene in Deutschland leiden an Fettsucht oder Adipositas, wie die Fachleute extremes Übergewicht nennen. Fast immer liegen die Ursachen in der falschen Ernährung, bereits 15 % aller Schüler sind betroffen.
Was ist Fettsucht?
Fettsucht oder Fettleibigkeit (wissenschaftlicher Ausdruck: Adipositas) meint die überschüssige Anhäufung von Fett im Körper. Fett macht bei Männern 15% und bei Frauen sogar 25% des Körpergewichts aus. Von Fettsucht ist immer dann die Rede, wenn das Körpergewicht das Standardgewicht der Größe-Gewichtstabelle um 20% übersteigt. Die Ursachen für Fettsucht sind vielfältig: Stress, Einsamkeit, Langeweile, Bewegungsmangel oder Mobbing können Auslöser für eine massive Nahrungszufuhr sein, aus der dann eine Fettsucht entsteht. Charakteristisch für Fettsüchtige ist, dass ihr Sättigungsgefühl derart stark beeinträchtigt ist, dass sie praktisch immer essen können. In Deutschland ist jedes füfte kind und jeder dritte Jugendliche übergewichtig. Sieben bis acht Prozent der Kinder sind stark übergweichtig, das heißt adipös. Damit ist Übergewicht die häufigste ernährungsbedingte Gesundheitsstörung von Kindern in Deutschland.
Wozu braucht der Mensch Fett?
Das Körperfett ist für den Menschen überlebenswichtig. Neugeborene müssen zum Beispiel viel fettige Muttermilch trinken, damit sich ihr Gehirn richtig entwickelt. Fettpolster schützen die meisten menschlichen Organe vor Verletzungen und bieten eine Wärmeisolierung. Außerdem ist Fett als Polster für unseren Körper und als Transportmittel für fettlösliche Vitamine gedacht. Jeder Mensch lagert seine Fettreserven an anderen Körperstellen. Diese Fettverteilung ist genetisch bedingt: Männer setzen Fett meist am Bauch an, Frauen häufig an den Oberschenkeln und am Po. Die Medizin bezeichnet Menschen mit Bauchansatz liebevoll als Äpfeltyp und solche mit breiten Hüften als Birnentyp. Zu den gefährlichsten Fettdepots zählen die Fettzellen, die sich am Bauch sammeln. Hier ist das Gesundheitsrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes besonders hoch.
Was macht Fettsucht so gefährlich?
Schon übergewichtige Kinder und Teenager haben ein deutlich erhöhtes Gesundheitsrisiko für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Problemen, Diabetes und Gelenkerkrankungen. Zu den häufigsten Krankheitsbildern durch überschüssiges Körperfett zählen erhöhter Blutdruck (Hypertonie) und die Zuckerkrankheit (Diabetes). Zudem steigt das Risiko eines Schlaganfalls, die Häufigkeit von Gicht und orthopädischen Schäden durch übermäßige Belastung (z. B. der Wirbelsäule) sowie die Gefahr eines Herzinfarkts. Wegen der Vielzahl der drohenden Krankheiten steigt die Sterblichkeit von Fettleibigen um bis zu 100%.
Was kann man dagegen tun?
Der Weg zu einem "leichteren" Leben mit weniger gewicht ist sehr schwer. Zuerst muss man seine Ernährung umstellen. Viel Sport, Bewegung und eine Menge Flüssigkeit sind ein Muss auf dem Weg zur Traumfigur. Natürlich kann man auch ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Für Jugendliche, die unter Fettsucht und ihren Folgekrankheiten leiden, müssen sich ärztlich beraten lassen und Hilfe annehmen. Auf keinen Fall alleine mit irgendeiner Diät anfangen!. In Ausnahmefällen ist dann sogar eine spezielle Kur zum Abnehmen mit begleitetem Aktionsprogramm möglich. Dort nimmt man nicht nur ab, sondern lernt auch, wie man sich richtig ernährt.



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oezlem sagt
Gönn dir das IKK Azubi-Paket!:
habe es bis jet ...
18 Kommentare