Gesundheit
Julians Tagebuch

Julian ist mutig. Öffentlich hat er versprochen: "Ja, ich werde versuchen mit dem Rauchen aufzuhören." Jetzt könnt ihr ihn auf dem Weg zum Nichtraucher begleiten. Vier Wochen lang hat er exklusiv unter spleens.de von seinen Erfahrungen und Hindernissen berichtet.
Eine Schachtel am Tag waren für den 19-jährigen Raucher Routine. Doch damit ist jetzt Schluss! Nach der spleens-Gruppendiskussion mit BZgA-Expertin Gunilla Nowotny nimmt Julian sich vor, die Zigarette ein für alle Mal auszudrücken. Denn er weiß: Rauchen ist teuer, schadet der Gesundheit und irgendwie überhaupt nicht mehr cool.
Julian: "Ich will wirklich versuchen aufzuhören. Ich hänge zwar an meiner Zigarette, glaube aber nicht, dass ich ein hoffnungsloser Fall bin. Ich will mir selbst beweisen, dass ich stärker bin."
Woche 4: Eine Woche ohne Zigaretten!!
Juhuu!!! Die erste Woche komplett ohne Zigarette! Die Woche lief für mich wirklich optimal. Seit Montag habe ich einen Job bei einem großen Autohersteller. Pro Tag sind das sieben Stunden, in denen ich nicht rauchen kann. Des Weiteren hilft mir nach wie vor die Beratung im Internet bei www.rauch-frei.info und natürlich auch die Unterstützung und Motivation dieses Rauchertagebuchs. Ich kann jedem, der aufhört möchte nur empfehlen, das Ganze professionell in die Hand zu nehmen. Führt ein Tagebuch, schreibt auf, wenn ihr gerade Verlangen nach der Zigarette habt und seid ehrlich zu euch selbst, wenn ihr mal rückfällig werdet. Das ist ganz normal. Meldet euch doch auch einfach mal bei www.rauch-frei.info an und probiert es aus. Es hilft einem wirklich, wenn man seine Rauchgewohnheiten kennt und dadurch besser damit umgehen kann.
Nach diesem Wochenende bin ich endlich einmal richtig stolz auf mich. Ich bin sowohl am Freitag, als auch am Samstag auf relativ großen Geburtstagspartys und übersteh alles, ohne eine einzige Zigarette. Und dabei habe ich sogar Spaß ;-).
Ich hoffe und glaube, dass ich das die nächsten Wochen s o weitermachen kann, damit ich endlich ehrlich von mir sagen kann: Ich bin Nichtraucher!
Woche 3
Nach zwei Wochen mit regelmäßigen Rückschlägen an den Wochenenden bin ich zwar gefrustet, aber trotzdem weiterhin motiviert. Denn mit dem Rauchen aufhören möchte ich auf jeden Fall. Eigentlich ist das sogar ziemlich dringend, denn ich habe schon seit längerer Zeit Raucherhusten und Sodbrennen. Das kommt vom Rauchen, hat mir mein Hausarzt bestätigt. Warum es trotz der offensichtlichen gesundheitlichen Schäden noch nie mit dem Aufhören geklappt hat, verstehe ich selbst nicht. Diese Sucht ist wirklich nicht zu unterschätzen! Wäre ich doch nie mit dem Mist angefangen! Aber jetzt ist es nun mal so und ich muss und will weiter versuchen diese Last endlich loszuwerden. Anfang der Woche habe ich mich bei www.rauch-frei.info beim Aussteiger-Special der BZgA angemeldet, um so vielleicht ein wenig professionelle Hilfe zu bekommen. Der Internet-Assistent berät mich zum Beispiel wie ich mich in Risikosituationen verhalten soll, also in Situationen, in denen das Verlangen nach der Zigarette am Größten ist. Ich versuche die Tipps zu befolgen und das Ganze hilft mir auch wirklich. Sogar am Wochenende beim Fußball und in der Disco gelingt es mir, (fast) rauchfrei zu bleiben. Ich kann mich an diesem Abend auf lediglich zwei Zigaretten beschränken. Die letzte von den beiden mache ich sogar schon nach der Hälfte aus. Am Sonntagmorgen wache ich ohne Halsschmerzen und mit einem (fast) reinen Gewissen auf. Endlich Fortschritte! Jetzt nur noch die zwei "Restkippen" aus meinem Alltag streichen und ich bin auf einem guten Weg.
Woche 2: Albtraum am Wochenende!
Nach der ernüchternden ersten Woche, in der ich am Wochenende wieder massiv geraucht hatte, starte ich gebeutelt in die nächste Woche. Dennoch versuche ich optimistisch zu bleiben, denn ich hab ja tatsächlich ein paar Tage ohne Rauchen durchgehalten, und darauf bin ich erst einmal stolz.
Am Wochenanfang bin ich wieder voller Elan und Tatendrang. Ich suche mir verschiedene Tätigkeiten, die ich statt dem Rauchen machen möchte. Am Montag gehe ich joggen, am Dienstag koche ich ein leckeres Abendessen, am Mittwoch kaufe ich mir vom gesparten Geld eine Kleinigkeit. Diese Methode funktioniert auch zunächst ganz gut, sie gibt mir ein gutes Gefühl. Am Wochenanfang bitte ich außerdem viele meiner Freunde darum, mir unter keinen Umständen eine Zigarette abzugeben, so massiv ich auch betteln sollte.
Das nächste Wochenende
Das Wochenende wird für mich wieder zum "Albtraum": Ich feiere mit vielen Freunden, wir gehen in die Disco, trinken Alkohol und ich versuche mich wegzuschleichen, um bei irgendeiner fremden Person eine Zigarette zu schnorren. Warum, weiß ich selbst nicht. Das Verlangen ist einfach wieder zu groß. Später am Abend kaufe ich mir sogar eine eigene Schachtel. Irgendwie ist es mir in dem Moment auch total egal. Am Morgen danach denke ich dann über den vergangenen Abend nach und frage mich, warum es wieder so weit kommen konnte: ´Haben meine Freunde mich nicht genug zurück gehalten? Ist der Alkohol schuld gewesen, dass ich wieder schwach geworden bin?´
Aber dann wird mir klar, dass ich alleine an dieser Situation Schuld bin und, dass ich alleine nur etwas daran ändern kann. Ich beschließe, mir für die nächste Woche professionelle Hilfe und Tipps zu besorgen und melde mich bei www.rauch-frei.info an, um beim Aussteigerprogramm der BZgA mitzumachen.
1. Woche: Der Tag X - ich höre auf zu rauchen?!
Anfang der Woche lege ich meinen Tag-X fest. Ich will aufhören - ohne wenn und aber. Meine letzte Zigarette rauche ich allein zu Hause und versuche, mir dabei besonders schlecht vorzukommen. Ich bin erstaunt, wie gut das klappt. Zur Abschreckung habe ich zusätzlich noch das Bild von einer Raucherlunge auf meinem Computerbildschirm. Die ersten zwei Tage sind auch kein Problem. Ich fühle mich sehr verantwortungsbewusst und gehe jeder Zigarette aus dem Weg. Im Freundeskreis oder beim Fußball gehe ich einfach weg, wenn andere rauchen. Das ist natürlich schwer. Aber ich bin so stolz auf mich - zwei Tage habe ich ohne eine Zigarette überstanden.
Wie das geht?! Ja, ich bin einfach stark geblieben.
Nachdem ich die erste Zeit erstaunlich gut überstehe, kommt der Donnerstag - ein Freund von mir feiert seinen Geburtstag. Ich bin in bester Partylaune und freue mich schon riesig. Ans Rauchen denke ich auf der Hinfahrt gar nicht. Doch auf einmal geht alles ganz schnell: Erst habe ich eine Kippe von einer Freundin geraucht. Ich dachte: "Ach, die eine Kippe zur Feier des Tages...". Daraus wird dann im Laufe des Abends eine ganze Schachtel. Ich frage mich immer noch, wie das passieren konnte.
Der Tag danach
Am Morgen nach meinem Rückfall habe ich schon beim Aufstehen gigantische Halsschmerzen und bin von mir selbst erschrocken. Ich hätte nie gedacht, dass ich derartig abhängig bin. An den darauf folgenden Tagen geht es mir wieder besser und ich halte es ganz souverän ohne Zigarette aus.
Am Wochenende bin ich bewusst nicht auf eine Party gegangen, um mir selbst den Druck etwas zu nehmen.



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oezlem sagt
Gönn dir das IKK Azubi-Paket!:
habe es bis jet ...
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