Gesundheit
Kopfschmerzen: So wirst Du sie los

Sie pochen gegen die Stirn, rumoren im Hinterkopf und trommeln in den Schläfen - Kopfschmerzen rauben einem den letzten Nerv. Woher kommen sie und wie wird man sie am besten wieder los?
Kopfschmerzen sind wahre Plagegeister. Mühelos können sie einem den Tag vermiesen: Während Freunde draußen etwas Großartiges unternehmen, verkriecht man sich samt Kopfweh am liebsten in einem abgedunkelten Raum. Mit seinem Schmerz steht man jedoch keineswegs allein da: Jedes zweite Mädchen und jeder vierte Junge zwischen 12 und 17 Jahren haben schon einmal richtig heftiges Kopfweh gehabt. Und das ist kein Wunder.
Wie entstehen Schmerzen?
Stößt man sich beispielsweise nur den kleinen Zeh, geht zuerst ein Impuls durch die Nerven direkt in unser Gehirn. Dort wird er verarbeitet und der Körper erhält die Information: Schmerz. Und bei den vielen Einflüssen, Eindrücken und Ereignissen, die uns täglich durch den Kopf gehen, ist es manchmal kein Wunder, das dort oben eine Menge los ist. Der Kopf ist überlastet. Was genau in den einzelnen Köpfen vorgeht, haben Mediziner allerdings noch nicht herausgefunden. Die Ursachen für Kopfweh sind sehr vielseitig und können von Mensch zu Mensch verschieden sein.
Der Spannungskopfschmerz
Die häufigste Kopfschmerzform ist der so genannte Spannungskopfschmerz. Rund 29 Millionen Menschen sind allein in Deutschland davon betroffen. Bemerkbar macht er sich durch ein dumpfes Drücken oder Ziehen. Es reicht mitunter vom Nacken bis hin in der Kopf. Man hat das Gefühl eine viel zu enge Mütze zu tragen oder seinen Kopf in einen Schraubstock gesteckt zu haben. Konkrete Ursachen für den Spannungskopfschmerz sind nicht bekannt. Mediziner gehen aber davon aus, dass Schmerzüberempfindlichkeit, zu wenig Schlaf, zu hoher Nikotinkonsum, aber auch zu viel Ärger und Stress zu den potenziellen Auslösern gehören.
Körperlicher Kopfschmerz
Zu hohe körperliche Belastung kann ebenfalls schnell zu Kopf steigen. Dort macht sie sich in Form von Schmerzen bemerkbar. Zu langes Sitzen vor dem PC oder eine falsche Haltung beim Liegen sind die häufigsten Auslöser. Manche Menschen sind zudem wetterfühlig: Bei starken Temperaturschwankungen reagiert der Körper mit Kopfschmerzen. Und besonders junge Mädchen werden in der Pubertät während der Regel von den Quälgeistern im Kopf geplagt.
Was tun?
Ganz gleich woher der Schmerz kommt - man will ihn schnellst möglich wieder loswerden. Eine Schmerztablette verspricht vordergründig schnelle Besserung. Aber: Verträgt man das Medikament? Was ist mit den Nebenwirkungen? Also lieber nicht vorschnell in das heimische Medikamentenschränkchen greifen. Bei akuten Kopfschmerzen ist Ruhe angesagt: Kein PC, kein Handy oder Fernsehen zur Ablenkung. Am besten gönnt man sich eine Auszeit und legt sich hin. Wohltuend und altbewährt: Ein kühler, nasser Waschlappen auf der Stirn.
Jeder kann in seinem Alltag einiges dafür tun, dass die Schmerzen verschwinden. Als richtige Stresskiller haben sich zum Beispiel autogenes Training und Yoga erwiesen. Diese Entspannungstechniken lockern die Muskeln, lassen Nervosität verschwinden und sorgen für innere Gelassenheit. Das hat den tollen Effekt, dass einen die Alltagsprobleme nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen. Auch Sport und viel Bewegung an der frischen Luft sorgen für einen freien Kopf und vertreiben trübe Gedanken. Gönnt man sich dann auch noch regelmäßige Schlaf- und Essenszeiten, steht einem kopfwehfreien Alltag nicht mehr viel im Weg.
Geh zum Arzt
Treten die Kopfschmerzen häufiger auf, bitte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Er kann die Situation am besten beurteilen, die passende Behandlungsmethode finden und ernsthafte Erkrankungen ausschließen. Geht man der Sache nicht professionell auf den Grund, können die Schmerzen einen das ganze Leben begleiten - sie werden im schlimmsten Fall chronisch.
Kopfschmerz der besonderen Art: Die Migräne
Die Migräne ist eine besondere Art des Kopfschmerzes. Sie tritt anfallartig und immer wiederkehrend auf. Die Symptome sind hämmernde und stechende Schmerzen in nur einer Kopfhälfte, Übelkeit und Erbrechen. Meist wird der Schmerz noch von einer Überempfindlichkeit gegen Licht, Geräusche und Gerüche begleitet. Unbehandelt können Migräneanfalle ganze 72 Stunden anhalten. Zu den Auslösern gehören auch hier Stress, Klima, körperliche Überbelastung, falsche Ernährung, zu wenig Schlaf sowie bei Frauen Menstruation und diverse hormonelle Verhütungsmethoden. Migränekranke leiden rund 36 Tage im Jahr unter den extremen Kopfschmerzen. So gesehen ist das nicht wirklich lange. Doch auf zehn Jahre hochgerechnet, verbringt sie ein komplettes Jahr unter Schmerzen. Dennoch muss man auch hier nicht sofort ins Medizinschränkchen greifen. Forscher sind auf einem guten Weg andere Heilmethoden gegen die Migräne zu finden.



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oezlem sagt
Gönn dir das IKK Azubi-Paket!:
habe es bis jet ...
18 Kommentare