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Gesundheit

Stop smoking

12.12.08 0 Kommentare Bewertungen (17) Aufrufe: 3671

Eigentlich weiß es jeder: Rauchen ist extrem ungesund. Wie schwer das Aufhören ist, darüber haben sich jetzt sieben spleens-Leser ausgetauscht. Einen von ihnen, Julian, begleiten wir auf seinem Weg zum Nichtraucher mit Hilfe der BZgA.

Alle sind sich einig: "Wir würden gerne aufhören - wenn es doch nicht so schwer wäre!" Die Gründe, die Zigarette für immer auszudrücken, sind vielfältig: mehr Geld, weniger Stress, Anerkennung durch Freunde oder keine Abhängigkeit mehr, sind nur einige. Wir wollen zunächst die Willenskraft unserer Teilnehmer auf die Probe stellen. Während einer kleinen Pause - genau eine Zigarettenlänge lang - bitten wir die Gruppe nicht zu rauchen. Bis auf Nicole haben es alle geschafft.

Der eigene Wille ist das wichtigste...

Nicole: "Ja, ich habe eine Zigarette geraucht. Für mich gehört das zu einer Pause einfach mit dazu."

Julian: "Das kann ich gut verstehen. Die Zigarette hat einen ähnlichen Stellenwert im Leben wie Zahnpasta oder so - sie ist einfach Teil des Alltags."

Nicole: "Richtig. Deshalb habe ich jetzt auch kein schlechtes Gewissen deswegen. Um wirklich aufzuhören, muss ich mich viel intensiver mit dem Thema befassen."

Gunilla Nowotny (BZgA): "Erste Startschwierigkeiten sind ganz typisch für angehende Nichtraucher. Im Durchschnitt braucht ein Raucher bis zu sieben Versuche, um der Zigarette endgültig abzuschwören. Also bitte nicht so schnell den Kopf hängen lassen! Das Wichtigste dabei ist, dass man selbst und aus freien Stücken aufhören will. Alles andere würde nicht funktionieren."

Die ersten 3 Minuten sind die schlimmsten...

Artur: "Ich bin super stolz, dass ich die Pause ohne Zigaretten überstanden habe. Stattdessen habe ich etwas gegessen, mit meinem Handy gespielt und mich unterhalten."

G. Nowotny: "Super gemacht - genau das raten wir von der BZgA unseren zukünftigen Nichtrauchern auch. Pfefferminz oder Kaugummi wirken oft wahre Wunder gegen Zigarettenschmacht. Besonders schwierig sind die ersten drei zigarettenlosen Minuten. Wer die geschafft hat, wird merken, dass das Verlangen nachlässt."

Julian: "Das kann ich echt bestätigen. Anfangs hatte ich schon mehrfach die Schachtel in der Hand und wollte mir gerade eine anzünden. Ich habe mich dann aber doch beherrscht - keine Ahnung, wie lange das gedauert hat. Nach der Pause war ich total stolz, nicht geraucht zu haben. Ich dachte: 'Wow, das musst du sofort deinen Freunden erzählen'".

Zigaretten - auch in Maßen genossen - machen krank!

Patrick: "Ich habe mal gehört, dass eine Zigarette über 300 Schadstoffe enthält."

G. Nowotny: "Das ist falsch. In Wahrheit sind es weit über 4.000 Inhaltsstoffe von denen alleine 70 nachgewiesenermaßen krebserregend sind. Sie entstehen durch das Verbrennen des Tabaks. Von den Inhaltsstoffen her ist Rauchen eigentlich mit dem Trinken von Putzmitteln zu vergleichen. Nur, dass sich die schädlichen Wirkungen langsamer bemerkbar machen."

Justine: "Ich bin Gelegenheitsraucherin und hatte nicht so stark das Bedürfnis nach einer Zigarette. Ich finde es gut, nur manchmal zu rauchen, so spiele ich nämlich nicht mit meiner Gesundheit und kann die Zigarette trotzdem genießen."

G. Nowotny : "Leider ein ganz großer Irrtum. Viele denken, weniger Zigaretten richten weniger Schäden im Körper an. Doch ganz gleich, wie viel und wie oft man raucht, die Giftstoffe gelangen immer in den Körper."

Artur: "Ich wusste ja schon immer, dass Rauchen krank macht, aber das es so giftig ist, ist mir echt neu!"

Gute Aussichten für Nichtraucher

G. Nowotny: "Ihr alle habt gute Voraussetzungen aufzuhören! Denn ihr habt die Gefahren vor Augen und seid ziemlich entschlossen. Das ist wichtig und ein erster Schritt. Und wer es nicht sofort schafft endgültig aufzuhören, kann zumindest seinen Konsum verringern. So zeigt man sich selbst am besten, dass man stärker als die Zigarette sein kann."

Artur: "Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich es alleine so einfach schaffe. Manchmal ist die Versuchung einfach zu groß, zum Beispiel, wenn ich mich mit Freunden treffe."

Sofie (Arturs Schwester): "Ich würde sogar mit dir gemeinsam aufhören. Aber vielleicht noch nicht heute oder morgen. Ich denke, wir sollten uns noch etwas Zeit nehmen, wenn das OK ist?!"

G. Nowotny: "Natürlich ist das OK. Den Zeitpunkt zum Aufhören, den sogenannten Tag X, muss jeder selbst bestimmen. Und hat man einen Freund, der einem hilft, oder sogar selbst mit dem Rauchen aufhören will ? umso besser!"

Nichtraucher werden belohnt

Sofie: "Ich glaube, wenn ich es geschafft habe aufzuhören, werde ich wieder richtig intensiv mit Sport beginnen. So fühle ich mich besser und wohler."

Nicole: "Also bei der Schachtel pro Tag, die ich rauche, würde ich jede Menge Geld für Klamotten sparen."

G. Nowotny: "Die Idee, sich etwas von dem gesparten Geld zu kaufen, ist gut. Die Belohnung ist ein weiterer Ansporn das Rauchen sein zu lassen."

Ludger: "Ich brauche keine Belohnung. Mir würde es reichen zu wissen, dass ich es geschafft habe, das ich stärker war, als die Zigarette."

Jeder braucht Hilfe!

G. Nowotny: "Die BZgA hilft euch auf dem Weg zum Nichtrauchen. Online bieten wir ein Nichtraucher-Programm (Rauchfrei per Mausklick) an. Alles, was man mitbringen muss, ist der Wille aufzuhören. Das Programm ist sehr erfolgreich. Viele haben es so geschafft."

Julian: "Das hört sich gut an. Wenn es wirklich funktioniert, möchte ich es auch versuchen. Ich hänge zwar an meiner Zigarette, glaube aber nicht, dass ich ein hoffnungsloser Fall bin. Ich will mir selbst beweisen, dass ich stärker bin."

Justine: "Da drück ich dir mal fest die Daumen...!"

Julians Weg zum Nichtraucher

Die meisten greifen immer wieder in ähnlichen Situationen zur Zigarette. Unter www.rauch-frei.info erstellt Julian zuerst mit Hilfe eines Fragebogens sein Raucherprofil: Welcher Rauchertyp ist er? Wann raucht er am häufigsten? Ist er schon abhängig?

Tag X Bestimmung: Online legt er das Datum fest, ab dem er definitiv keine Zigarette mehr rauchen will.

Vorbereitung auf Tag X: In dieser Phase bekommt Julian jede Menge Tipps und Tricks, die ihm helfen, widerstehen zu können.

Nachsorge: Die BZgA unterstützt alle Nichtraucher auch in den ersten vier Wochen nach ihrem Tag X. Via E-Mail erhält man Infos oder kann sich im Forum mit anderen Nichtrauchern austauschen.

Hier gibt´s weitere Infos im Web:

www.rauch-frei.info


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