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Hilfe, mein Lehrer kann mich nicht leiden!

14.12.08 2 Kommentare Bewertungen (10) Aufrufe: 2859

Wenn man das Gefühl hat, dass ein Lehrer einen nicht mag, kann einem das den Spaß am Unterricht schnell verderben. Die Folgen sind meist schlechte Noten und ständig Stress und Ärger. Was kann man tun, wenn man sich vom Lehrer benachteiligt fühlt?

Totaler Frust

Tom (15) ist Schüler und frustriert: "Mathe hat mir immer total Spaß gemacht. Früher habe ich nur Einser und Zweier geschrieben", erzählt der Schüler der neunten Klasse. Dann bekam er einen neuen Lehrer. "Seit dem Wechsel vor einem halben Jahr stehe ich zwischen Drei und Vier. Ich habe sogar das Gefühl, dass mein neuer Lehrer nur auf Fehler von mir wartet und sich dann darüber lustig macht. Das ist mir total peinlich. Am liebsten würde ich gar nicht mehr zur Schule gehen."

Zweckgemeinschaft Klassenzimmer

Tatort Klassenzimmer: Hier treffen Schüler und Lehrer zusammen und müssen miteinander arbeiten, auch wenn sie sich unsympathisch sein sollten. "Schüler und Lehrer können sich nicht gegenseitig aussuchen. Private Abneigungen müssen vor dem Schultor bleiben, damit das gemeinsame Lernen im Vordergrund stehen kan", erklärt Ronald Becker, Toms Klassenlehrer. "Spannungen zwischen Lehrer und Schüler können verschiedene Ursachen haben: Sie können auf echte Antipathie zurückgehen, auf ein Missverständnis oder auch durch das eigene Verhalten provoziert werden." Doch was kann man als Schüler tun, wenn die Chemie zu ihrem Lehrer mal wirklich nicht stimmt?

Krisensitzung Zuhause

Ein halbes Jahr nach dem Wechsel bringt Tom nicht mehr nur schlechte Noten in Mathe nach Hause. In sämtlichen Fächern lassen seine Leistungen nach. Das ist eine häufige Reaktion. Das angespannte Verhältnis zu seinem Lehrer und die schlechten Noten belasten Tom. Er zieht sich in sich zurück und ist antriebslos. In einer solchen Situation ist es wichtig, dass die Familie Tom den Rücken stärkt und sein Selbstbewusstsein aufbaut. Toms Eltern haben eine Krisensitzung mit ihm einberufen. "Es hat unheimlich gut getan, dass ich meine Sorgen in vertrauter Umgebung loswerden konnte. Gemeinsam sind wir dann zu dem Schluss gekommen, dass ich mich zunächst meinem Klassenlehrer, zu dem ich ein sehr gutes Verhältnis habe, anvertraue", beschreibt der 15-Jährige. Eine Aussprache zwischen Tom und seinem neuen Mathe-Lehrer, bei dem auch sein Klassenlehrer dabei ist, soll schließlich die Differenzen aus dem Weg räumen. Nur der Dialog zwischen Lehrer und Schüler kann die Ursachen für die Verstimmung ans Licht bringen. Deswegen steht ein klärendes Gespräch bei der Lösung des Konflikts immer an erster Stelle.

Das Gespräch

"Vor der Unterhaltung mit meinem Mathe-Lehrer hatte ich ganz schön Angst", berichtet Tom. Doch das ist ganz normal. Schließlich gehört zu einer Aussprache immer eine Menge Mut. Erst danach merkt man, wie befreiend ein solches Gespräch sein kann. In Toms Fall ist die Lösung überraschend einfach: Sein Mathe-Lehrer wollte Tom weder bewusst bloß stellen noch lächerlich machen. Das Ganze war ein Missverständnis: "Ich habe überhaupt nichts gegen Tom", erklärt der Mathelehrer Heinz Döring. "Mit einigen Scherzen wollte ich lediglich den Unterricht etwas auflockern. Das ich an einigen Stellen zu weit gegangen bin tut mir natürlich leid. Aber ich bin sehr froh, dass Tom offen auf mich zugegangen ist und mit mir über sein Problem gesprochen hat. In jedem Fall weiß ich nun bescheid und werde mich bemühen ein wenig ruhiger mit Tom umzugehen."

Umsetzung im Unterricht

Mit der Aussprache allein ist es natürlich nicht getan. Im Unterricht ist Tom nun bemüht, sich wieder aktiv einzubringen. Denn jetzt fürchtet er sich ja nicht mehr davor, bloß gestellt zu werden. "Jetzt habe ich auch wieder Spaß an Mathe und bin besser auf die Klassenarbeiten vorbereitet." Sein Lehrer seinerseits geht auf Fehler, die er macht, sachlich ein und erklärt sie ihm. Der nächste Einser bleibt also nur noch eine Frage der Zeit.

Die eigene Schuld

Nicht immer beruht die Antipathie zwischen zwei Menschen auf einem Missverständnis wie in Toms Fall. Mitunter kann man sich auch unbewusst selber unbeliebt machen. Beispielsweise durch das Stören des Unterrichts, Schwänzen oder durch nicht gemachte Hausaufgaben. Hier ist Einsicht der erste und auch einfachste Weg zur Besserung. Denn in solchen Fällen bezieht sich die Antipathie des Lehrers nicht auf den Schüler selbst, sondern in erste Linie auf sein Verhalten. Das Problem ist schnell aus der Welt geschafft, sobald man sich wieder besser in den Unterricht einbringt und angemessen Verhält. Aber auch hier kann ein Gespräch mit dem Lehrer nicht schaden: So kann man nämlich deutlich machen, dass man seinen Fehler eingesehen hat und um eine entspannte Unterrichtssituation bemüht ist.

Wirkliche Antipathie ist selten

Wirkliche Antipathie zwischen einem Lehrer und einem Schüler kommt dagegen äußerst selten vor. Merkt man als Schüler, dass man grundlos benachteiligt wird, sollte man deshalb, wie auch Tom, zuerst das Gespräch suchen. Hat sich danach an der Stimmung im Klassenzimmer immer noch nichts geändert, sollte man dies in keinem Fall auf sich beruhen lassen. Am Besten man unterrichtet erneut den Klassen- oder Vertrauenslehrer und bespricht die weitere Vorgehensweise. Der letzte Ausweg, den Kurs oder die Klasse zu wechseln, sollte jedoch die Ausnahme bleiben.

Fazit

Meist lassen sich Probleme mit Lehrern einfacher lösen als man denkt. Der schwierigste Schritt in allen drei Fällen ist es immer, sich zu einer Aussprache durchzuringen. Das weiß auch Tom. Doch ist diese Hürde einmal genommen, lässt sich in der Regel auch immer eine Lösung finden.


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Kommentare zu diesem Artikel

Julin sagt
Meine Geografie- und Mathelehrerin ( eine Person) kann mich nicht leiden, da sie als einzigste mich runtermacht vor der Klasse wenn ich mal eine 5 oder 4 schreibe auch wenn einige noch viel schlechter abgeschnitten haben. Auch wenn wir eine Arbeit schreiben, geht sie durch die Gänge und kuckt sich meine Arbeit an, nach dem Test sagt sie zum Beispiel: viele hatten diese Aufgabe falsch und sie sagt wer zum Beispiel es verbockt hat und sagt nur meinen Namen und sagt vor der ganzen Klasse wie ich es hätte tun können
Unfair oder?????

16. Juli 2010 um 18:31 Kommentar melden

star93 sagt
meine chemie lerherin mag mich überhaupt nicht, egal ob ich es nicht war ,ich bin immer schuld,wenn irgendjemand was dazwischen labert...

31. Mai 2009 um 18:14 Kommentar melden

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