Gesundheit
K.O.-Tropfen

Sie sind unsichtbar, aber brandgefährlich: die sogenannten K.O.-Tropfen. Wenn sie in der Disco unbemerkt ins Getränk geschüttet werden, ist das Ziel oft, das Opfer zu missbrauchen. spleens klärt auf und gibt Tipps, wie man sich am besten davor schützen kann.
Jenny tanzt ausgelassen in der Disco. Gemeinsam mit ihrer Clique genießt sie den schönen Abend. Doch als sie ihren Drink ausgetrunken hat, bemerkt sie, dass sie sich unwohl fühlt. Alles verschwimmt vor ihren Augen. "Von da an fehlt mir jede Erinnerung...", schüttelt Jenny ungläubig den Kopf.
Die Wirkung
So wie Jenny ergeht es auch anderen Mädchen, denen sogenannte K. O.-Tropfen verabreicht wurden. Unter dem Begriff K.O.-Tropfen werden verschiedene, bewusstseinsverändernde Wirkstoffe zusammengefasst. Sie haben eine entspannende Wirkung, verlangsamen Aktivitäten des Gehirns sowie des Nervensystems und rufen Willenlosigkeit hervor. Die Wirkung kann stark variieren. Hohe Dosen können Gedächtnisverlust, Koma und Atemnot auslösen. Im schlimmsten Fall wirken sie tödlich, wenn es zu einem Atemstillstand kommt. Die Willenlosigkeit der Mädchen wird manchmal ausgenutzt. Die Opfer erleiden dann sexuelle Übergriffe und können oft erst Stunden später anhand von Verletzungen erkennen, dass ihnen etwas Schlimmes zugestoßen ist - eine echte Horrorvorstellung.
Knock out auch bei mir?
Im Nachhinein ist es nicht leicht, festzustellen, ob tatsächlich K. O.-Tropfen im Spiel waren. Es gibt allerdings einige Anhaltspunkte, die dabei helfen können, herauszufinden, was sich abgespielt hat. Gab es zum Beispiel Erinnerungsstörungen oder kam man sich wie in Watte gehüllt vor? Das Getränk schmeckte vielleicht ganz anders als sonst. Und es gab Beschwerden im Nachhinein wie Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Herzbeschwerden oder Muskelschwäche. Im schlimmsten Fall sind auch Verletzungen im Genitalbereich festzustellen. Hat man einen Verdacht, dann heißt es schnell handeln und einen Arzt aufsuchen oder sich an eine Beratungsstelle wenden. Denn die Tropfen lassen sich leider nicht lange im Blut nachweisen.
So kann man sich schützen
Jenny hatte Glück im Unglück: sie hatte einen "Filmriss" und etliche Stunden fehlen in ihrem Gedächtnis. Aber sonst ist ihr nichts geschehen. Dennoch ist der Schreck groß. Damit das nicht noch einmal passiert, will sie jetzt vorsichtiger sein und sich umfassend über K. O.-Tropfen informieren. Der beste Schutz vor diesen Drogen ist, das eigene Getränk keinen Moment aus den Augen zu lassen oder Freunde zu bitten, darauf zu achten. Auch sollte man lieber kein Getränk oder Lebensmittel von einem Fremden annehmen und sei er auch noch so freundlich.
Hier gibt es Hilfe
Wer ahnt, Opfer geworden zu sein, kann sich an vertrauensvoll an verschiedene Beratungsstellen wenden. Sie helfen weiter. Die Homepage des Bundesverbandes Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe bietet eine Suchfunktion, mit der leicht Hilfseinrichtungen in der Nähe zu finden sind. Dort wird persönliche und telefonische Beratung für Opfer angeboten, die sexualisierte, körperliche oder psychische Gewalt erleben oder erlebt haben.



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oezlem sagt
Gönn dir das IKK Azubi-Paket!:
habe es bis jet ...
18 Kommentare