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Lasst mich in Ruhe - ihr nervt!

Eltern meinen es immer gut und haben einen schier unerschöpflichen Vorrat an guten Ratschlägen. Eigene Entscheidungen und Meinungen führen dabei oft leider zum Familienzoff. spleens.de verrät, wie man seine eigenen Vorstellungen und Wünsche verwirklichen kann und trotzdem den Familienfrieden bewahrt.
24-Stunden Ver- und Umsorgung
Die Klassiker unter den vermeintlich gut gemeinten Tipps aus elterlichem Munde sind "zieh dich warm an", "du musst deine Hausaufgaben noch machen" und "komm nicht so spät nach Hause". Hat das Lebensalter jedoch die Schwelle zum Zweistelligen erst einmal überschritten, reagiert man auf solche Äußerungen äußerst allergisch. Schließlich will man als Teenager seine eigene Persönlichkeit entwickeln. Dazu gehören auch eigene Ideen, wie man sich kleidet und wie man sich seine Zeit einteilt. Ganz normal ist dabei auch, dass man sich ganz bewusst von den Eltern abgrenzen möchte.
Konflikte vorprogrammiert
Ohne Konflikte geht es fast gar nicht: Zum einen fühlt man sich als Sprössling von der familiären Fürsorge nur noch genervt. Denn wer Stück für Stück eigenständiger wird, kann die oftmals wiederholten Ratschläge immer weniger ertragen. Die Eltern wiederum sehen sich im Recht. Sie sind verbittert, weil sich ihr Kind von ihnen abwendet, und besorgt, dass es sich ohne die gewohnte Zuwendung ins Unglück stürzt. Das ist ganz normal. Damit sich die Fronten auf beiden Seiten aber nicht verhärten, sollte man lernen, aufeinander zuzugehen.
Aufeinander zugehen
Zunächst einmal hilft es, sich in die Rolle des anderen zu versetzen. Eltern meinen es in der Regel wirklich nur gut. Ein Beispiel: Der Sohn sitzt in seiner Freizeit nur noch vor dem PC und vernachlässigt die Schule. In diesem Fall wäre es schlichtweg verantwortungslos, wenn Mutter und Vater sich nicht einmischen würden. Man sollte sich also nicht gänzlich den Argumenten der Eltern verschließen. Sie haben vielleicht nicht immer, aber doch manches Mal Recht. Um den Familienfrieden zu wahren, sollte man außerdem unbedingt Trotzreaktionen vermeiden: Wenn die Eltern eine Zeit setzen und man erst recht spät nach Hause kommt, eskaliert der Streit nur unnötig. Vielmehr bestätigt der Ungehorsam die Eltern in ihrer Sicht, dass der Nachwuchs noch nicht reif genug für mehr Freiheit ist. Die beste Lösung für alle Zwistigkeiten ist, das ruhige Gespräch mit den Eltern zu suchen. Darin kann man seinen eigenen Standpunkt klarmachen. Aber auch die Eltern haben die Möglichkeit, ihre Ratschläge zu erklären. So wird zum Beispiel den wenigsten Töchtern bewusst sein, dass das bauchfreie Top nicht nur wegen einer möglichen Unterkühlung den Unmut der Eltern erregt. Auch werden sie sich bei einem allzu sexy Outfit sorgen, dass sie damit die Aufmerksamkeit Fremder anziehen.
Richtig streiten
Sollte es nicht beim ruhigen Gespräch bleiben, muss der Streit nicht unbedingt eskalieren, wenn man sich an einige einfache Regeln hält: So sollte man immer versuchen, die Ruhe zu bewahren, den anderen ausreden zu lassen und zuzuhören. Wenn man in dem Moment noch zu emotional reagiert, kann man das Gespräch auch auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Darüber sollte es aber auf keinen Fall in Vergessenheit geraten, denn heruntergeschluckte Probleme fachen die Wut nur noch weiter an. Außerdem sollte man dem anderen keine Vorwürfe machen, sondern konkrete Wünsche äußern. Verallgemeinerungen und Übertreibungen, also Äußerungen wie "nie darf ich" oder "immer sagst du", lösen nicht das Problem, sondern heizen den Streit nur noch weiter an. Am besten beschreibt man, was man sich für die Zukunft wünscht - zum Beispiel, dass die Eltern einem vertrauen, dass man schon pünktlich zurückkommen wird. Und: Egal, wie groß der Streit war - man sollte immer das Problem und damit das Thema aus der Welt räumen und sich versöhnen. In vielen Fällen wird man nur durch Kompromisse zueinander finden.
Professionelle Hilfe
Im Extremfall, wenn man gar nicht mehr vernünftig miteinander reden kann, hilft manchmal professioneller Rat, wie man ihn zum Beispiel kostenlos in den Beratungsstellen der Städte oder Kirchen erhält. Besser jedoch ist, man lässt es erst gar nicht soweit kommen. Das gelingt am besten, indem man Probleme frühzeitig erkennt und gemeinsam versucht, eine für alle zufrieden stellende Lösung zu finden.


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Kommentare zu diesem Artikel
testdatum sagt
Coole Tipps!
11. Februar 2010 um 09:58 Kommentar melden