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Lernen, nein zu sagen

Vielen fällt das "Nein" sagen schwer. Die Angst, jemand könnte wütend auf eine Absage reagieren, ist viel zu groß. Doch wer zu allem "Ja und Amen" sagt, macht sich das Leben unnötig schwer. Durch ein wenig mehr Selbstbewusstsein und das Wörtchen Nein, lässt sich Stress vermeiden.
Marvins Handy klingelt. Es ist sein Freund Raphael. Nervös fordert er Marvin auf: "Du musst mir sofort helfen, mein Mofa zu reparieren. Ich muss damit heute Abend zu einem wichtigen Termin fahren. Bitte!" Wie so oft lautet Marvins Antwort "ja". Er weiß jetzt schon, dass sein eigener Zeitplan darunter leiden wird. Denn seiner Freundin Jannique hat er bereits versprochen, bei der Renovierung ihres Zimmers zu helfen. Seinem Freund eine Abfuhr zu erteilen wäre für ihn jedoch nicht denkbar gewesen.
Warum kein Nein?
Nicht nur Marvin geht es so. Zahlreiche Menschen können einfach nicht "Nein" sagen. Ausschlaggebend ist meist der Wille, es allen recht machen zu wollen. Und auch Angst spielt eine Rolle. "Wenn ich meinen Freunden absage, sind sie bestimmt sauer", fürchtet Marvin. Darum stellt er seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse oftmals zurück. Und das bringt natürlich jede Menge Frust.
Verständnis erwarten
Bevor man sich selbst unter Druck setzt, stresst und der eigene Alltag unter Zeitmangel leidet, sollte man besser auf das Verständnis der andere setzen.
Und mal ehrlich: Was kann schon passieren, wenn man einmal keine Zeit oder Lust hat? Gute Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder werden ausreichend Verständnis aufbringen, um auch mal ein Nein zu akzeptieren. Und mit ein paar Tricks bekommt man das leichter über die Lippen, als man denkt.
Nein sagen leicht gemacht
Beim "Nein"-Sagen macht der Ton die Musik. Verleiht man seiner Stimme einen bestimmenden aber dennoch freundlichen Klang, hat der Gegenüber kaum eine Chance enttäuscht zu sein. Gerne wird das Nein auch in Kombination mit anderen Worten wie "tut mir leid, aber" oder "entschuldige, aber" verwendet. Das drückt aus, dass man die Abfuhr zwar bedauert, aber keine andere Möglichkeit sieht. Weiterhin kann man das Nein noch mit einer Begründung untermauern. So erleichtert man dem anderen, die Gründe für die Absage besser zu verstehen.
Überredungskünstler
Natürlich kann es vorkommen, dass einige Menschen ein Nein nicht sofort akzeptieren. Dann ist Konsequenz gefragt. Man sollte sich keineswegs überreden lassen. Dabei hilft es, wenn man sich selbst immer wieder sagt: "Auch die anderen Menschen müssen meine Meinung respektieren."
Sag ja zum Selbstbewusstsein
Marvin will beim nächsten Mal ebenfalls nicht alles sofort bejahen. Er hat eingesehen, dass man es auf Dauer nicht allen Menschen recht machen kann ohne sich selbst zu vernachlässigen. Er ist stolz auf sein neues Selbstbewusstsein. Dazu gehört für ihn auch, seine Freunde um Hilfe zu bitten. Und im Falle einer Abfuhr weiß er nun, dass es keinen Grund gibt sauer zu sein. Denn auch ein Nein muss man als guter Freund akzeptieren.
So wirst du ein "Nein"-Sager
- Nein-Sätze selber vor dem Spiegel üben,
- sich die Situationen, in denen man nein sagen möchte, genau durch den Kopf gehen lassen,
- Situationen mit Freunden oder Verwandten nachspielen,
- sich selbst klar machen, dass man kein Egoist ist, wenn man mal nicht ja sagt.



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oezlem sagt
Gönn dir das IKK Azubi-Paket!:
habe es bis jet ...
18 Kommentare