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Was macht eigentlich ein Industrie-Isolierer?

Foto: KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. KG
Noch sind echte Männerberufe nicht ganz ausgestorben. Der typische Industrie-Isolierer ist dabei ausgesprochen reise- und kontaktfreudig – und sogar ein richtiger Weltverbesserer. spleens sagt dir, wie das alles zusammenpasst.
Dominic Centners bevorzugtes Werkzeug ist die Blechschere. Damit schneidet der junge Mann Blechteile zurecht. Ansonsten wickelt er auch schon mal Dämmstoffe um dicke Rohre, montiert große Dämmplatten in Wänden und Decken und balanciert dabei über Gerüste, die in schwindelerregender Höhe in der Luft hängen. Das alles macht der Auszubildende aus Rheinland-Pfalz ziemlich gut. So gut, dass er im letzten Jahr als Deutschlands bester Industrie- Isolierer-Azubi 2010 ausgezeichnet wurde.
Junge Männer wie ihn suchen große und kleine Isolierbetriebe händeringend. Im Jahr 2010 gab es in ganz Deutschland gerade einmal 403 Industrie-Isolierer-Azubis - darunter genau drei Frauen. "Auf Dauer ist die Arbeit für eine Frau körperlich zu schwer", räumt Gerd Buczek ein, Personalleiter bei Isolierungen Leipzig, einem Unternehmen der Gruppe G+H Isolierung. "Daher streben nach der Ausbildung viele eine Tätigkeit in der Projektleitung an." Auch seine Firma ist deshalb auf der Suche nach männlichen Isolierern. Häufig erfolglos. "Wir haben mit einer stetig sinkenden Zahl und Qualität der Bewerber zu kämpfen. Da Qualität jedoch weiterhin vor Quantität geht, bleiben Lehrstellen oft sogar unbesetzt."
Energisch zupacken
Dabei ist der Job genau richtig für Typen, die hart anpacken und gleichzeitig etwas Sinnvolles tun wollen. Industrie-Isolierer sorgen dafür, dass Leitungen richtig abgedichtet und Maschinen gut isoliert sind, dass in Kraftwerken und Chemiefabriken Wärme drinnen und Nässe draußen bleibt. Sie arbeiten in Raffinerien und Müllverbrennungsanlagen, im Schiffs- und Maschinenbau. Ihre Mission: Energieverschwendung stoppen. Wenn sie Schallschutzdämmungen anbringen, verhindern sie zudem, dass den Fabrikarbeitern der geballte Maschinenlärm aus dem Nebenraum ins Trommelfell donnert. Und sie stellen sicher, dass die Brandgefahr auf ein Minimum gesenkt wird.
Immer auf Achse, ganz hoch hinaus
Handwerklich nicht ganz unbegabt, auch in Mathe keine Null und absolut schwindelfrei sein - das sind gute Voraussetzungen für angehende Azubis. Denn montiert wird oft in großer Höhe. Und an immer neuen Standorten. Heute auf einem Schiff vor Bremerhaven, morgen in einer Ölraffinerie in Dubai, übermorgen in einem Hüttenwerk in Polen. Klingt abenteuerlich, ist für Industrie-Isolierer aber im Grunde nichts Besonderes. Ständig sind sie auf Montage, immer unterwegs, nur an den Wochenenden zu Hause.
Dominic Centner hat schon bewiesen, dass er alle Voraussetzungen erfüllt. Jetzt kann er kräftig mithelfen, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen.




























kraehe007 sagt
5 x 1 „Tagebuch rot“ zu gewinnen:
sinnvoll und nü ...
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