Jobs & More
Traumjob gefunden: Frauke frisiert Opernstars

Jetzt wird’s haarig – als Maskenbildnerin an der Oper knüpft Frauke Perücken, Haarteile und Bärte in allen Farben und Formen. Aber das ist noch nicht alles.
Bevor die Sänger im Düsseldorfer Opernhaus auf die Bühne gehen, nehmen sie in der Maske Platz – und lassen sich dort in fesche italienische Offiziere oder gruselige Hexen verwandeln. Zu den Maskenbildnern, die mit Pinsel und Quaste bereitstehen, gehört auch Frauke. Zusammen mit ihren Kollegen schminkt die 21-Jährige die Darsteller im Akkord, klebt Bärte an und fixiert Perücken. Für sie der absolute Traumjob, seit sie mit 14 Jahren ein Schülerpraktikum in der Maske des WDR gemacht hat. An der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg hat die Overatherin gerade ihre dreijährige Ausbildung zur Maskenbildnerin abgeschlossen.
Praktikum ist von Vorteil
„Ich glaube, jedes Mädchen mag gerne schminken und sich schön machen“, sagt Frauke und lacht. Jetzt macht sie vor allem andere schön. Doch das Auswahlverfahren für einen Ausbildungsplatz ist nicht ohne: Praktische Erfahrungen im Bereich Maskenbildnerei sind Pflicht – nur dann weiß man, was im Berufsalltag auf einen zukommt. Richtig gute Karten hat, wer vor seiner Bewerbung bei einem Praktikum bewiesen hat, dass er gut ins Team passt. Und: „Man muss hartnäckig sein“, erklärt Frauke. „Die Stellen liegen nicht auf der Straße herum.“
Keine Schonzeit!
Ist der Einstieg geschafft, geht es rasant weiter: „Als ich hier meinen ersten Tag hatte, war ich sofort in der Vorstellung drin. Da wird man echt reingeworfen“, erinnert sich die frisch gebackene Maskenbildnerin. Gelernt wird live und am „lebenden Objekt“, an den Sängern – und, bei schwierigen Masken, an Kollegen. Dabei geht es auch viel ums Zuschauen: Wie machen es die erfahrenen Kollegen? Beim Schminken vor den Vorstellungen steigt der Adrenalinspiegel: „Da haben wir nicht ewig Zeit, anders als beim Üben“, erklärt Eva, Fraukes Azubi-Kollegin. „Und wir müssen fünf Personen schminken, nicht nur eine.“
Langweilig wird’s nie
Aber auch außerhalb der Vorstellungen gibt es keine Zeit für Langeweile. Zwar macht das Knüpfen von Perücken und Bärten den größten Teil der Arbeit aus. Doch: „Man knüpft eben nicht sechs Monate lang durch, man macht immer etwas anderes, es sind immer andere Vorstellungen“, erzählt Eva begeistert. „Es gibt keine langweilige Routine. Das ist das, was mir an dem Job so gut gefällt.“ Zu den vielseitigen Aufgaben eines Maskenbildners gehören auch das Modellieren von falschen Nasen oder kompletten Gesichtsmasken und das Erarbeiten von Schminkkonzepten für neue Aufführungen.
Flexibilität ist gefragt
Wer Maskenbildner werden möchte, muss aber nicht nur kreativ und vielseitig sein, sondern auch Flexibilität und Improvisationstalent mitbringen. Denn es gibt oft Überraschungen – etwa wenn die Perücke nicht mehr passt, weil die Sängerin eine andere Frisur hat. Ein Händchen fürs Schminken und Frisieren sollte man natürlich haben. Aber auch das Interesse, über den Tellerrand der eigenen Arbeit zu schauen. „Ich finde es nicht schlecht, wenn man in jeden Bereich mal reingeguckt hat“, sagt Frauke. „Ich möchte auf jeden Fall mal ins Fernsehen, Musical oder Schauspiel reinschauen.“ Vorerst aber bleibt sie an der Oper in Düsseldorf und Duisburg, wo noch viele neue Herausforderungen auf sie warten.































JanSimon sagt
Pimp your Handgelenk: G-Shock zu gewinnen:
Nice! Die muss ...
17 Kommentare