Sport
Handball: der Mannschaftssport schlechthin

Foto: Jörg Strehlau
Seit der superspannenden WM 2007 ist Handball angesagter als je zuvor. Der Sport begeistert Zuschauer wie Spieler. spleens hat sich mit jungen Handballern getroffen und nachgefragt, was ihnen der Sport bedeutet.
Der Pfiff ertönt: Sofort fliegt der Ball zwischen den Spielern hin und her, sie sprinten auf das gegnerische Tor zu. Die Würfe sind kraftvoll, der Angreifer kämpft sich durch die Abwehr, wird angespielt, springt ab und schmettert den Ball mit voller Wucht ins Tor!
Handball ist eine extrem schnelle Mannschaftssportart, die den sechs Feldspielern und dem Torwart einer Mannschaft viel Können und Kraft abverlangt. "Im Handball fallen regelmäßig 50 Tore und mehr pro Spiel", lächelt Florian (16), der in der B1-Jugend (Spieler im Alter zwischen 15 - 17) des renommierten Vereins TUSEM Essen spielt. "Bei uns gibt es keine Spiele wie im Fußball, die schon mal null zu null ausgehen. Das Tolle am Handball ist die Geschwindigkeit, die Härte, dass man als Spieler immer in Aktion und im Zweikampf ist." Sein Mitspieler Carsten (16) ergänzt: "Man muss athletisch sein, Spielverständnis und ein Auge für den Mitspieler haben, da vereinen sich einfach viele Dinge." Für Teamkollege Falk (16) ist es einfach "der Mannschaftssport schlechthin". Und wer bei dieser Sportart möglichst weit oben erfolgreich mitmischen will, muss einiges dafür tun.
Ohne Training geht nichts
Damit der Sprung, zum Beispiel in die 2. Bundesliga, gelingt, ist intensives Training nötig. Die B1-Jugendspieler des TUSEM Essen, Falk, Carsten und Florian, haben jede Woche ein umfangreiches Programm vor der Brust. "Unsere Trainingswoche geht von montags bis freitags, am Wochenende kommen dann noch die Spiele dazu", erläutert Florian. "Und Krafttraining. Eine Grundkondition holt man sich schon in der Vorbereitung auf die nächste Saison. Im Training während der Saison verfeinern wir die Spielzüge, bereiten uns taktisch auf die nächsten Gegner vor." So viele Übungsstunden kosten natürlich Zeit und so ist es nicht einfach, Schule, Freunde und Sport unter einen Hut zu bringen. Florian und Falk besuchen aus diesem Grund ein spezielles Sportinternat in Essen. "Da ich nicht in Essen wohne, habe ich früher immer Stunden nur für den Weg gebraucht. Da blieb nicht mehr viel Zeit für anderes", erläutert Florian. "Das ist jetzt im Internat anders." Die langen Fahrten entfallen und die jungen Athleten werden stärker gefördert - so erhalten sie beispielsweise Unterstützung, wenn sie in einem Fach schlechter werden und auch ihre Hausaufgaben werden betreut. "Jetzt haben wir auch wieder mehr Freizeit zwischendurch", erzählt Florian. "Mein Freundeskreis befindet sich schon mehr im Handball-Umfeld", berichtet Falk. "Bei mir ist das etwas anders", erzählt Carsten. "Ich habe auch Freunde außerhalb des Handballs. Das geht schon, auch wenn die ab und zu mal fragen, ob ich schon wieder Training habe", lacht er.
Auf dem Weg nach oben
Das viele Training zahlt sich aus. Alle drei TUSEM-Spieler sind sogar schon im Kader der Niederrheinauswahl. Dort sind nur die besten Handballer aus diesem Gebiet vertreten. Carsten darf noch an einem ganz besonderen Training teilnehmen: "Ich bin gerade bei einem Auswahltraining des Deutschen Handballbundes DHB dabei. Da trainiere ich drei- bis viermal mit und dann sehen wir weiter", erklärt der 16-Jährige. Ein großer Erfolg, denn dort werden hoffnungsvolle und talentierte Nachwuchsspieler gesichtet.
"Wir sind eine gute Truppe"
Auch wenn die drei Spieler für den Kader oder für den DHB nochmals gesondert trainieren, die drei sind sich einig: "Das Vereinstraining macht uns am meisten Spaß", erzählt Falk. Und Florian ergänzt: "Wir sind eine gute Truppe, von daher gibt es auch keine großen Schwierigkeiten untereinander." Carsten stimmt zu: "Die Charaktere passen zusammen, da ist keiner, der aus der Reihe tanzt." Ihr Ziel, das sie motiviert: "Diese Saison haben wir eine gute Chance Niederrheinmeister zu werden. Wir ziehen jetzt alle an einem Strang. Und unser ganz großes Ziel ist irgendwann die Westdeutsche Meisterschaft", erklärt Carsten.
Tunnelblick beim Spiel
Um die nächsten Spiele zu gewinnen, braucht es eine gute Vorbereitung, auch psychologisch. "Wir sprechen vor einem wichtigen Spiel darüber, wie man an die Aufgabe rangehen muss, speziell im Hinblick darauf, dass wir jetzt in der Rolle des Favoriten sind", erläutert Falk. "Unser Trainer hat uns gesagt, dass wir nicht abheben sollen. Aber das ist auch nicht der Fall, bei keinem." Und nicht zu vergessen: Man muss auch mit der Anspannung vor einer großen Herausforderung fertig werden. Florian hat vor einem wichtigen Spiel gemischte Gefühle: "Man freut sich, weil man weiß, da kommen viele Leute, die Halle ist voll, es gibt ein tolles Spiel, aber ein bisschen nervös wird man dann schon. Aber nach dem Anpfiff denkt man nicht mehr daran, sondern konzentriert sich nur noch auf das Spiel." Und Carsten ergänzt: "Man hat dann eine Art Tunnelblick und blendet alles andere um sich herum aus. Ich kann so auch das Spiel genießen. Für so was macht man das Ganze, das ist dann schon ein genialer Augenblick."
Wunschziel: Profi
Alle drei hoffen darauf, dass sich ihre Arbeit und ihr Talent irgendwann auszahlen. "Wir streben eine Profilaufbahn an", bekräftigt Falk. "Für mich ist aber auch das wichtig, was wir jetzt schaffen und dann wird sich zeigen, was passiert." Florian lächelt, als er sein persönliches Ziel formuliert: "Die Chance zu haben, einmal ganz oben mitmachen zu können, das wär's. Natürlich haben wir auch immer ein Auge auf unseren gemeinsamen Erfolg, damit wir die Saison gut abschließen und dieses Jahr etwas Vernünftiges hinkriegen." Und eines macht Falk noch mal sehr deutlich: "Der Spaß steht im Vordergrund. Denn ohne Spaß bei der Sache gibt es meistens auch keine Erfolge."




























Kommentare zu diesem Artikel
JanSimon sagt
THW KIEL 4ever :)
01. Februar 2012 um 22:03 Kommentar melden
Anne14 sagt
Suche dringent noch Karten für s All Star game Handballspiel in Leipzig am 4.2.2011!
Kann mir jemand da helfen?? Offiziell sind alle Karten Raus!!(Arena Leipzig)
10. Januar 2012 um 14:40 Kommentar melden
Anne14 sagt
Ich spiele auch Handball B Jugend Handballlust 2011 Miltitz, auch wenn viele sagen es ist ein brutaler Sport spiele ich ihn trozdem gerne!(Bezirksklasse)
10. Januar 2012 um 14:32 Kommentar melden
Vrony sagt
ich spiel selber Hndball und ich kann nur sagen My Life is Handball das is soo geil die sportart
11. Dezember 2011 um 20:17 Kommentar melden