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Kein Führerschein für Krawallmacher

16.10.09 1 Kommentar Bewertungen (14) Aufrufe: 1468

Weinfest in Heilbronn, der Alkohol fließt literweise. Auch fünf Jungs betrinken sich, werden aggressiv. Dann geraten sie mit zwei Erwachsenen aneinander, werfen sie zu Boden, treten ihnen sogar ins Gesicht. Das war Anfang September.


Hätten die fünf Schläger einen Führerschein, würden sie ihn jetzt wahrscheinlich verlieren. Denn in Heilbronn sollen jugendliche Unruhestifter in Zukunft häufiger auf diese Weise bestraft werden. Das treffe sie besonders hart, härter möglicherweise als Jugendarrest oder Sozialstunden, glaubt Bürgermeister Harry Mergel. 

„Charakterlich ungeeignet“

Andere Städte setzen schon länger auf diese erzieherische Maßnahme, Karlsruhe und Düsseldorf zum Beispiel. In der Düsseldorfer Altstadt kommt es fast allwöchentlich zu Pöbeleien und Handgreiflichkeiten. Jetzt müssen sechs Altstadt-Randalierer damit rechnen, dass ihnen in Kürze der Führerschein abgenommen wird. Konkret bedeutet das, dass Polizei oder Staatsanwaltschaft einen Bericht an das jeweilige Straßenverkehrsamt schreiben, dieses zieht die Führerscheine nach einer Prüfung gegebenenfalls ein.  

Rechtlich ist das kein Problem. Laut Fahrerlaubnisverordnung kann jemandem der Führerschein entzogen werden, wenn er oder sie sich als „ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen erweist.“ Das können Personen sein, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss eine Straftat begehen, die rumpöbeln und andere körperlich attackieren. Die Logik dahinter: Wer sich im Alltag nicht im Griff hat, bringt auch im Straßenverkehr andere schneller in Gefahr.  

Aus der fünfköpfigen Schläger-Truppe aus Heilbronn allerdings hat noch niemand einen Führerschein. Dafür wird es den jungen Rowdies jetzt schwerer gemacht, überhaupt an einen zu gelangen. Sie müssen zur medizinisch-psychologischen Untersuchung, auch als „Idiotentest“ bekannt, um ihre Eignung nachzuweisen.  

Bald sogar im Jugendstrafrecht?

Vielleicht wird die Maßnahme demnächst sogar im Jugendstrafrecht festgeschrieben. Dann können auch Jugendrichter jungen Straftätern den Führerschein für Delikte entziehen, die eigentlich gar nichts mit dem Straßenverkehr zu tun haben. Dagegen gibt es allerdings auch Kritiker. Deren Einwand: Jugendliche mit krimineller Energie lassen sich von einem möglichen Fahrverbot nicht abschrecken. Die fahren notfalls einfach ohne Führerschein.  

Was meint ihr: Bringen Führerschein-Verbote etwas? Sind sie zu hart, zu lasch oder richtig sinnvoll?

spleens auf Twitter: http://twitter.com/ikkspleens

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Kommentare zu diesem Artikel

greenhillfunga sagt
Haha! Owned würd ich mal sagen, tja wer sich nicht beherrschen kann wird bestraft :)

20. Oktober 2009 um 19:52 Kommentar melden

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